Istanbul: Blaue Moschee, Hagia Sophia und Kumpir in Ortaköy

Istanbul: Blaue Moschee, Hagia Sophia und Kumpir in Ortaköy

Am zweiten Tag wollten wir die klassischen Sehenswürdigkeiten und Wahrzeichen von Istanbul, das heißt die Blaue Moschee, die Hagia Sophia, den Topkapi Palast und die Cisterna Basilica erkunden, haben uns dann aber aufgrund der (unserer Ansicht nach) zu teuren Eintrittspreise gegen viele dieser Highlights entschieden.

Vor dem Topkapi Palast

Für den Topkapi Palast (45 €/Person), die Hagia Sophia (25 €/Person), den Galataturm (ca. 20 €/Person) und die Cisterna Basilica / Versunkener Palast (ca. 20 €/Person) wären es für uns Beide mal so eben circa 220 € Eintritt gewesen. 😳

Wir Kunst-/Geschichtsbanausen gehen dann dafür doch lieber mehrmals essen. 😅

  • Wenn Ihr einmal in Istanbul seid und diese Sehenswürdigkeiten nicht auslassen wollt, dann erkundigt Euch vorher im Internet nach geführten Kombi-Touren, da kann man ein wenig Geld sparen und hat gleichzeitig auch noch eine Person, die einem etwas zu den Sehenswürdigkeiten erzählen kann.

Da wir uns im Vorfeld nicht wirklich informiert hatten, haben wir uns auch gegen den Besuch der Cisterna Basilica entschieden, was wir im Nachhinein ein bisschen bereut haben. Die Zisterne würden wir aufgrund der Bilder, die wir im Internet gesehen haben, doch empfehlen.

Die Blaue Moschee

Wenn man nicht zwingend die „Hagia Sophia“ gesehen haben muss, dann empfehlen wir den kostenlosen Besuch der „Blauen Moschee“. Sie ist zwar nicht ganz so alt aber von innen auch wirklich schön und ebenfalls ein Wahrzeichen von Istanbul.

„Die Sultan-Ahmed-Moschee (türkisch Sultan Ahmet Camii) in Istanbul wurde 1609 von Sultan Ahmed I. in Auftrag gegeben und bis 1616, ein Jahr vor dem Tod des Sultans, vom Sinan-Schüler Mehmet Ağa erbaut, sie ist ein Hauptwerk der osmanischen Architektur. Nach der Säkularisation der kaum 500 Meter entfernten Hagia Sophia war sie bis Juli 2020 Istanbuls Hauptmoschee, seit dem 24. Juli 2020 ist die Hagia Sophia wieder die Hauptmoschee der Stadt.

In Europa kennt man sie als Blaue Moschee wegen ihres Reichtums an blau-weißen Fliesen, die die Kuppel und den oberen Teil der Mauern zieren, aber jünger als der Bau selbst sind. Kunsthistorisch bedeutsamer sind die Fliesen auf dem unteren Teil der Mauern und den Tribünen: Sie stammen aus der Blütezeit der İznik-Fayencen und zeigen traditionelle Pflanzenmotive, bei denen Grün- und Blautöne dominieren. Die Ausmalung des Innenraumes wurde auf Rosa geändert.“ (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Sultan-Ahmed-Moschee)

Ausschnitt der handbemalten, blauen Fliesen

Eindrücke vom Inneren der Blauen Moschee

Besuchszeiten

Die Blaue Moschee kann außerhalb der Gebetszeiten kostenlos besucht werden. Ein Schild mit den Gebetszeiten steht vor dem Touristeneingang der Moschee. Über eine Spende, die wir natürlich geleistet haben, freut man sich dennoch.

Kopfbedeckung für Frauen

Frauen müssen beim Betreten der Moschee ein Kopftuch tragen beziehungsweise ihre Haare bedecken. Ein paar junge Mädchen und eine Frau haben „nur“ die Kapuze ihrer Pullis getragen, was auch in Ordnung war.

Schuhe aus für Alle

Da Alle ihre Schuhe ausziehen müssen (die Schuhe können in einem Regal abgestellt werden) hat es meiner Ansicht nach in der Moschee ein bisschen nach Füßen gerochen. Ich habe wohl das feinere Näschen, denn Wolfgang hat den dezenten Geruch nicht wahrgenommen.

Kumkapi das „Fischviertel“ von Istanbul und weitere Eindrücke (fast ein bisschen skandinavisch) auf dem Weg zur Blauen Moschee.

Baklava und Turkish Delight – in dem Laden, in dem wir eingekauft haben zu teuer aber lecker

Vor der „Blauen Moschee“ sind wir auf einen Touribeobachter/-händler reingefallen, der uns zu dem Geschäft „seines Onkels“ geführt hat. In dem Laden wurden uns Tee und Süßigkeiten zum Probieren gereicht und danach haben wir statt den „üblichen“ 27€/kg in diesem Geschäft 36€/kg bezahlt 🙈.

Bei 700 Gramm fiel der teurere Preis „wortwörtlich“ nicht so sehr ins Gewicht. Wolfgang hat sich immerhin gut unterhalten gefühlt 😉.

Nach unserem Einkauf haben wir gesehen wie der Touribeobachter mit den nächsten Touristen im Schlepptau unseren Rückweg gekreuzt hat.

Bei den nachfolgenden Läden haben wir nichts gekauft aber man sieht gut, dass man an den Süßigkeiten wirklich nicht vorbei kommt. Wer die Wahl hat, hat die Qual.

Hagia Sophia (von außen)

Blick auf den Bosporus

Immer Angler auf der Galatabrücke bei Tag und bei Nacht

Der Istanbuler Bahnhof (für manche meiner Kollegen/innen)

Spaziergang durch den Gülhane Park

Wo sieht man bei uns noch Schuhputzer. 😳 Keine Ahnung ob auch das Schuhe putzen eine Touristen-Abzocke ist?

Do not look at the seller. 😆

Gucke niemals die Verkäufer/innen an, denn sonst landest Du unweigerlich in einem Süßigkeiten-/Gewürz-/Tee- oder Teppichladen. Wir waren in allen genannten Läden, haben uns aber bis jetzt noch keinen Teppich aufschwatzen lassen. Süßigkeiten und Tee hingegen schon 😅.

Fischmarkt am Hafen bei Tag und bei Nacht

So ein typisches Fischbrötchen muss man definitiv nicht gegessen haben. Selbst Wolfgang meinte, dass das fast kalte Fischfilet viele Gräten hatte und es mehr Brötchen als Fisch war … und er ist sehr genügsam was Essen betrifft.

Abendessen in Kumkapi

Die Vorspeise war gut aber wir haben schon besseren Fisch gegessen.

Tag 3 – auf nach Ortaköy

Bei unserer Internetrecherche sind wir auf das quirlige Ortaköy gestoßen, das als „Geheimtipp“ gilt. Also ging es für uns mit dem Bus dorthin.

Einen Tag zuvor haben wir von einer anderen Camperin ihre Metrocard geschenkt bekommen, die wir vor dem Gebrauch noch an der Bushaltestelle aufladen mussten.

Da wir uns beim Aufladen etwas dumm angestellt haben 😆, hat uns eine ältere Türkin sehr schnell und pragmatisch geholfen und unserer Metrocard ruckzuck mit 100 TL aufgeladen. Danach hat sie uns auch gleich auf Türkisch erklärt, dass sie auch bis nach Ortaköy fährt und uns Bescheid geben wird, wann wir aussteigen müssen.

Auch wenn viele Türken/innen kein Englisch sprechen oder verstehen texten sie uns freundlich mit einer Selbstverständlichkeit unaufhörlich auf Türkisch zu. Erstaunlich, dass man unter Zuhilfenahme von Händen und Füßen tatsächlich immer etwas versteht; beziehungsweise gerade so viel wie eben nötig. 🤣

Und genau so sind wir dann gut in Ortaköy angekommen.

Kumpir in Ortaköy

In Ortaköy kommt man an Kumpir nicht vorbei. 🤣

Wolfgang im Kumpir-Glück (und ich auch 😉, haben uns aber eine Kartoffel geteilt).

Kumpir = Gebackene Kartoffel, das Innere der Kartoffel mit Butter und Käse zerdrückt und oben drauf Toppings Deiner Wahl, z.B. Oliven, Gurken, Rotkohl, Wurst, Joghurtdressing mit Chili, Majo, grüne Oliven, Couscous, etc..

Auf dem zweiten Bild ganz links der Butterberg. 😅

Straßenhunde / -katzen in Istanbul

Wenn Du als Straßenhund oder Straßenkatze wiedergeboren werden würdest, dann in Istanbul. 🤣

Wir haben noch nie so dicke und satte Hunde gesehen, die vollgefuttert (in der Sonne) neben dem Futter auf einem belebten Platz eingeschlafen sind. 😉 Die Hunde und Katzen kriegen in der Türkei auch Fleischreste vom Metzger oder in einer Futterschüssel Reste vom Dönerspieß.

Wenn das die griechischen Straßenhunde wüssten würden sie glatt auswandern. Das mit der Kastration scheint in Istanbul auch besser zu funktionieren als in Griechenland. Viele Hunde haben eine Plastikmarke im Ohr, die vermutlich bei kastrierten Hunden/Hündinnen angebracht wird (Welpen haben wir auch nicht gesehen).

Wir haben bereits überlegt, ob die Hunde oder Katzen in der Türkei so heilig sind wie die Kühe in Indien. 😉🤣 Wir glauben aber eher, dass die Türken/innen sich einfach gut um ihre Straßenhunde/-katzen kümmern.

Abschiedsessen in Istanbul kurz bevor wir von unserem Stellplatz aufgebrochen sind.

Wir haben fleißig die kleinen Teller auf unser Tablett gestellt, die auch die Einheimischen vor uns gewählt hatten.

Beim Fleisch meinten wir „Lamm und Hähnchen“ verstanden zu haben, doch beim Probieren meinte Wolfgang nur „das ist Leber“. 🙈 Vielleicht war es ja Lammleber. Ich habe die Leber nicht gegessen, denn ich esse ja fast alles außer Leber, Leber- und Blutwurst.

Nach dem Überraschungsessen (aufgrund des „kleinen“ Verständigungsproblems) meinte Wolfgang auf dem Weg zum Bus nur ganz trocken „Ich weiß schon warum ich hier nicht zum Frisör gehe!“ 🤣

Er hat Angst, dass seine langen Haare einem Kommunikations-/Verständigungsproblem zum Opfer fallen. 😅 Aus diesem Grund durfte (nur) ich ihm die Spitzen aber wirklich nur die Spitzen schneiden. 🤣

Unser Stellplatz in Istanbul

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