Papageientaucher und Möwenattacke

Hallöchen!

Papageientaucher und Möwenattacke

Gestern Abend haben wir auf der Insel Runde eine Wanderung zu einem Vogelfelsen gemacht, an dem man wirklich sehr gut Papageientaucher beobachten kann. Bei dem tollen Wetter waren wir nicht die Einzigen und so hatte die kurze aber steile Wanderung (ca. 200 Höhenmeter auf 1,8 km one way) etwas von einer Papageientaucher-Pilgerung, wie unsere Campingnachbarn meinte.

Aber es hat sich gelohnt.

Diese putzigen, kleinen, nicht wirklich scheuen Seevögel, die wie eine Kreuzung aus Pinguin, Ente und Papagei aussehen, sind wirklich schön anzugucken und haben es fast ein bisschen genossen für die ganzen Leute zu posieren.

Auszug aus dem Informationsfaltblatt „Runde ist Südnorwegens größter Vogelfelsen mit mehr als 50.000 Seevogel-Brutpaaren. Hier klammern sich Basstölpel und Dreizehenmöwen an den steilen Felswänden fest, während die Papageientaucher im Inneren in Geröllfeldern und Erdgängen Ihre Nester haben. …“

Das Wetter kann sich in Norwegen übrigens täglich ändern. Gestern noch strahlender Sonnenschein und heute Nebelwand. Die heutige, nebelige Inselrundwanderung hat uns zu Brutstätten verschiedener Vogelarten, wie zum Beispiel der Basstölpel, der Kormorane und der Papageientaucher geführt.

Wir kommen uns schon fast vor wie Ornithologen. 😉

Heute Nachmittag ging es dann mit einem kleinen Boot und nur 10 weiteren Passagieren aufs Meer, um die Vogelfelsen noch einmal von einer anderen Perspektive sehen zu können. Die Papageientaucher, Dreizehenmöwe , Adler und Basstölpel konnten wir dabei nur von Weitem sehen.

Am Ende der Bootstour wurde es noch einmal spannend. Der Kapitän, hat die Möwen und Dreizehenmöwen gefüttert und unter anderem Brot auf seinen Kopf gelegt, das sich eine Möwe sofort geschnappt hat. So nah haben wir Möwen noch nicht gesehen.

Die schon sehr konditionierten Möwen haben sich dann auch auf das Käppi eines Passagiers gesetzt und eine Möwe hat sich auf dem Boot niedergelassen und richtig gemeckert, damit man sie doch bitte direkt, hier und jetzt füttern soll.

Das restliche Brot durften wir dann verfüttern und das hat echt Spaß gemacht. Am Anfang haben wir, insbesondere ich, die Brotkrumen wie Kamelle in die Luft oder direkt in die Schnäbel der Möwen geworfen. Mit vollem Einsatz haben die Möwen die Brotkrumen aus der Luft geschnappt und direkt runter geschlungen.

Ab und an kam man sich schon so ein bisschen vor wie in einem Horrorfilm, denn so nah sind die Möwen schon ziemlich groß und respekteinflößend.

Zum Ende hin habe ich mich auch getraut, wie vom Kapitän vorgeschlagen, die Möwen direkt mit der Hand zu füttern. So schnell konnte man gar nicht gucken, wie die aus der Luft angeschossen kamen und das Brot in der Hand war weg.

Wer so ein ähnliches Erlebnis haben will braucht aber nicht so weit zu reisen. Man fahre nach Binz, kaufe sich ein Eis und setze sich an den Strand. Kurz Abwarten und spätestens nach 2 Minuten ist die Möwenattacke / -fütterung abgeschlossen. 😉 Unser Eis haben die Möwen aber damals in Binz nicht bekommen.

2 thoughts on “Papageientaucher und Möwenattacke

  1. Tolle Aufnahmen und Videos…herrlich anzusehen…alles Gute weiterhin ihr lieben. Herzliche Grüße von uns Beiden :-*

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Cookie Consent mit Real Cookie Banner